Das von der Firma Opera initiierte Kartellverfahren gegen Microsoft
findet weltweit viele Anhänger. Nach und nach schalteten sich
auch Apple und Mozilla in den Kampf um freie Browser-Wahl ein.
Insbesondere letzteres Unternehmen erhielt die offizielle Erlaubnis,
die EU in der Ausarbeitung einer Lösung zu
unterstützen. Mozillas Chefin Mitchell Baker betonte in diesem
Zusammenhang, viele Millionen Menschen wüßten gar
nicht, was ein Browser ist und dass sie eine
Auswahlmöglichkeit hätten.
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Internet
Explorer oder Firefox? Anwender sollen künftig frei wählen
können.
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Die Vorinstallation des Internet Explorers unter Windows ist besonders
wegen der marktbeherrschenden Stellung Microsofts umstritten. Immer
wieder kam es in den vergangenen Jahren zu Verfahren gegen den
Software-Riesen. Deren Wirkung ist allerdings zweifelhaft. Zuletzt
lieferte Microsoft, um Auflagen einer vorangegangenen EU-Entscheidung
zu erfüllen, zwei Versionen von Windows jeweils mit und ohne
den Media
Player aus. Letztere blieb in den Läden stehen, das
herkömmliche
Windows verkaufte sich wie zuvor.
Viele erklären den Vorstoß von
Opera, Mozilla und Co. außerdem für
verspätet. Laut aktuellen
Statistiken läuft der Firefox dem Internet Explorer
nämlich zunehmend
den Rang ab. Letzte Ergebnisse zeigen Marktanteile des Browsers von
weltweit bereits über 20 Prozent, in einigen
europäischen Ländern
benutzen sogar über 50 Prozent der Anwender den Firefox statt
des IE.
Dieser verliert seit über einem Jahr stetig an Nutzern.
Wie die
Entscheidung der EU aussehen wird, ist derzeit noch nicht absehbar.
Nach Erfahrungen mit vorangegangenen Verfahren stehen die Chancen
jedoch gut, dass Windows zukünftig Firefox und andere Browser
mit
Windows ausgeliefert werden. Die Strafe würde
frühestens mit Windows 7
in Kraft treten, das für Anfang 2010 erwartet wird.
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zum Artikel:
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Windows)