Ein Handy ist schon lange nicht mehr
bloß tragbares Telefon. Immer häufiger sieht man Geräte,
mit denen man sich nicht nur mit Musik oder Filmen, sondern sogar mit
Spiele unterhalten kann. Viele Geräte ermöglichen die Bearbeitung von Dokumenten mit
Office-Anwendungen. Die neuesten Modelle sind sogar mit GPS
ausgestattet und werden wohl künftig die bisherigen
Navigationsgeräte ersetzen. Doch auch der mobile Internetzugang
gewinnt dank immer schnellerer Datenverbindungen an Attraktivität.
Kein Wunder also, dass man sich auch
bei Mozilla Gedanken über die Entwicklung eines Browsers für
mobile Endgeräte macht. Mit dem „Minimo “ unternahm man
bereits erste Schritt in diese Richtung. Nun wird das Projekt
eingestellt – zugunsten einer mobilen Firefox Version . Dafür
heuerte man im letzten Jahr eigens zwei neue Entwickler an, die sich
in der Abteilung Mobile ausschließlich um die Programmierung
für auf tragbaren Geräten verwendete Betriebssysteme
kümmern. In Sachen Linux und Windows Mobile gibt es schon
Erfahrungswerte. Das N800 und das „Internet Tablet“ N810 von
Nokia, sowie das Smartphone S730 von HTC nutzen bereits Browser, die
auf Mozilla-Code aufbauen. Als nächstes wird man sich um Symbian
kümmern müssen, wie Christian Sejersen von Mozilla Mobile
schreibt. Symbian ist besonders auf Nokia-Handys ein weit
verbreitetes Betriebssystem.
Auch in der kleinen Version sollen
Anwender nicht auf die gewohnten Standards im Umgang mit
Mozilla-Software verzichten müssen. Nach Angaben von Mike
Schroepfer , Vizepräsident im Bereich Entwicklung bei Mozilla,
wird der Firefox Mobile genauso wie die Desktop-Variante über
Add-ons individuell erweiterbar sein. Außerdem sollen
XUL-Anwendungen unterstützt werden.
Noch steckt das Projekt jedoch in den
Anfängen. Eine Fertigstellung des Firefox Mobile wird nicht vor
Anfang 2009 erwartet. Zeit genug für Mozilla-Begeisterte, sich
erst einmal mit dem neuen Firefox 3 zu beschäftigen. Dieser soll
noch vor Ende 2008 erscheinen.