Die Electronic Frontier Foundation hat die
Sieger ihrer 17. "Pioneer Awards" bestimmt. Darunter ist Mitchell Baker, Vorsitzende der Mozilla-Stiftung, Herausgeber unter anderem des freien Browser Firefox sowie des Email-Klienten Thunderbird. Seit 1991 ehren die EEF Pioneer Awards Personen und Organisationen, die einen wesentlichen Beitrag zu computergestützter Kommunikation und zur Stärkung von Individuen im Umgang mit Computern und dem Internet geleistet haben. Unter den bisherigen Gewinnern finden sich Tim Berners-Lee, der das World Wide Web erfand, sowie der Erfinder des Betriebssystems Linux, Linus Torvalds.
Nach Ansicht von EFF hat sich die Mozilla-Stiftung durch ihre Sponsorenrolle für den Firefox der Innovation und Eröffnung neuer Möglichkeiten im Internet verdient gemacht. Laut EEF-Direktor Shari Steele zeigen die Gewinner dieses Jahrgangs vor allem, wie eine einzige Person sich in der digitalen Welt wirklich hervorheben kann. Mitchell Baker war in ihrer Anfangszeit bei Mozilla verantwortlich für alle Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Entwicklung neuer Produkte und dem Schutz geistigen Eigentums. In dieser Funktion schuf sie unter anderem die Lizenzen für Netscape und Mozilla, unter denen beide Unternehmen bis dato ihre Produkte veröffentlichen.
Die Gewinner der 17. Pioneer Awards wurden zunächst von der Öffentlichkeit vorgeschlagen und dann von einem ausgewählten Gremium gewählt. Neben Baker erhalten der Professor Dr. Michael Geist von der Universität von Ottawa und der AT&T-Techniker Mark Klein die Auszeichnung. Geist leitete den öffentlichen Protest gegen ein kanadisches Gesetz zum Schutz von Urheberrechten, das die Rechte der Verbraucher stark beschnitten hätte. Klein half bei der Aufdeckung eines Spionage-Netzwerks der US-amerikanischen Behörden in Zusammenarbeit mit der Kommunikationsfirma AT&T.
Die Ehrungen werden am 4. März im Marriott Hotel in San Diego stattfinden.