Apple probiert offenbar neue Vertriebswege aus und macht sich damit nicht nur Freunde. Der Browser Safari 3.1 wird seit kurzem über dieselbe Update-Funktion angeboten, die von der Musiksoftware "Itunes" und dem Videoplayer "Quicktime" genutzt werden. Seit der Veröffentlichung des neuen Safari letzten Dienstag bekommen Nutzer der genannten Anwendungen den Browser zum Download angeboten.
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Apples neue Update-Funktion bringt den Safari gleich mit.
Quelle: CNET |
Diese aggressive Vorgehensweise ruft Erinnerungen an die umstrittene Strategie Microsofts, seinen Internet Explorer im Paket mit dem Betriebssystem Windows anzubieten, wach. Diese hatte in den Neunziger Jahren dazu geführt, dass sich Microsoft gegen den freien Browser Netscape Navigator durchsetzen konnte und seitdem den Markt dominiert.
Auch Apple zieht sich mit seinem Verhalten Kritik zu. Besonders von Seiten der Mozilla Stiftung, die den freien Browser Firefox vertreibt, kommt Widerstand. So erklärte der CEO von Mozilla, John Lilly, diese Methode, Software zu verbeiten, schlicht und einfach für "falsch". Damit untergrabe Apple das Vertrauensverhältnis, das Kunden zu großen Unternehmen pflegen, so Lilly in seinem
Blog. Lilly weist auf die Bedeutung von Software-Updates besonders in bezug auf Sicherheitsfragen hin. Starten Nutzer von Itunes das Update, installiert sich der Safari automatisch und ohne weitere Nachfrage. Die Anwender sollten jedoch automatischen Updates blind vertrauen können, so Lilly weiter, um ihrer eigenen Sicherheit im Internet willen.
Ob Apple seine Strategie überdenken wird, ist fragwürdig. Derzeit gibt es noch keine Reaktionen von Seiten des Software-Herstellers auf die Kritik.