Wechsel bei Mozilla: Mitchell Baker, bisher CEO des Unternehmens, hat die Aufgabe ihres Postens bekanntgegeben. Fortan wird John Lilly, bisheriger COO und ihre rechte Hand vielen Bereichen, die Mozilla Corporation leiten.
Nach Angaben Bakers hat Lilly seit seinem Einstieg in das Unternehmen in 2006 zunehmend die Aufgaben eines CEO übernommen. Ihr sei klar geworden, dass Lilly inzwischen das Unternehmen besser führen könne als sie selbst, so Baker in ihrem Blog. Sie selbst wird Mozilla als Vorstandsvorsitzende erhalten bleiben.
Baker möchte sich wieder mehr dem Gedanken hinter Mozilla widmen: „Ich habe eine Vision des Internets und des Online-Lebens (…), die weiter geht als Browser, Email-Klienten und Technologie überhaupt.“, schreibt sie. Konkrete Projekte habe sie momentan nicht, jedoch einige Ansätze: So will sie Sicherheitsaspekte der Allgemeinheit verständlicher machen und Nutzern die Möglichkeiten geben, ihre Daten und von ihnen erstellte Inhalte besser kontrollieren. Außerdem möchte sie „hybride“ Organisationen wie Mozilla stärker fördern, also Unternehmen, die einen Nutzen für die Öffentlichkeit bieten, sich aber trotzdem durch selbst erzeugte Gewinne finanzieren.
Lilly wird sich zunächst in erster Linie um die Veröffentlichung der Version 3 des Browsers Firefox kümmern. Eine Beta des Programms ist seit einiger Zeit im Umlauf. Außerdem will er helfen, die „Mozilla Mail Company“ erfolgreich zu starten. Darüber hinaus wird er weiterhin Mitchells Projekte unterstützen und versuchen, Mozillas Einfluß stärken und eine enge Verbindung zu den Nutzern zu halten. Trotzdem soll Mozilla auch in Zukunft nicht im Wege stehen: Es sei der beste Fall, wenn das Unternehmen zwar wirtschaftliche Stabilität biete, im Umgang mit der Mozilla-Gemeinschaft aber möglichst „unsichtbar“ auftrete, so Lilly in seinem Blog. Eine große Aufgabe bei mehr als 125 Millionen Endnutzern.