Für Aufregung sorgte diese Woche eine versehentlich online gestellte Seite, die Inhalte einer geplanten Werbekampagne der Mozilla Corporation enthielt.
Die Kampagne mit dem Titel „The fight against boredom“ (engl. „Der Kampf gegen Langeweile“) sollte offenbar den Browser Firefox bewerben, indem Vergleiche zwischen Nutzern des Browsers mit denen des Internet Explorers angestellt wurden.
In einem bereits zu Testzwecken veröffentlichten Video, das auch auf YouTube zu sehen ist, heißt es etwa, Firefox-Nutzer hätten mit 55% höherer Wkt. im vergangenen Monat eine Verabredung gehabt, wären mit einer 123% höheren Wahrscheinlichkeit Studenten, würden mit 27% höherer Wkt. Fahrrad fahren oder Inline-Skates fahren und mit 33% weniger Wkt. Münzen sammeln. Laut Video sind diese Daten dem sog. „@Plan“ des bekannten Marktforschungsinstitut Nielsen Online entnommen, beruhen also auf empirischen Erhebungen.
Einige dieser Vergleiche, wie z.B. das Statement, Firefox-Benutzer hätten eine 23% geringere Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken, riefen stark negative Reaktionen hervor. Besonders im Blog „The truth about Mozilla“, in welchem offenbar auch das erste Mal der Hinweis auf die Mozilla-Kampagne auftaucht, äußerten sich Nutzer verärgert. Allerdings lassen sich inzwischen Stimmen verlauten, die den Blog selbst als Teil der Kampagne vermuten.
Indessen dementierte Paul Kim, Vizepräsident im Marketing für Mozilla, in seinem Blog die wichtigsten Vorwürfe. Die Aufnahme der Statistiken in die Kampagne sei von Mozilla weder gewollt noch erlaubt worden, die Webseite lediglich zu Testwecken online gewesen, so Kim. Nur aufgrund eines Versehens sei sie überhaupt zugänglich gewesen. Inzwischen ist die Seite mit einem Passwort geschützt, die Kampagne wird laut Kim nicht gestartet werden.