Nach mehreren Diskussionen unter den Entwicklern Mozillas über die Update-Politik des Hauses wurde letzte Woche eine radikale Änderung beschlossen. Demzufolge soll neue Funktionen nun nicht mehr nur in den großen, halbjährlichen oder jährlichen Releases des Firefox, sondern auch im Zuge der häufigen Sicherheits-Updates in den Browser integriert werden. Anwender könnten neue Features dann sofort ausprobieren. Die Änderung betrifft auch den aktuellen Entwicklungs-Zeitplan, aus dem Firefox 3.7 kurzerhand gestrichen wurde.
Die Entwicklungsarbeit bei Mozilla gleicht immer mehr einem großen Durcheinander. Nachdem zuletzt der Firefox 3.6 wegen unfertiger Details zweimal verschoben werden musste, stellt man bei Mozilla nun den gesamten Entwicklungsprozess in Frage. In einem Blogeintrag hat Mike Beltzner, Chef der Firefox-Entwicklung, nun abschließend einen radikalen Umbruch in der Entwicklungsarbeit von Mozilla bekanntgegeben.
Demnach soll zukünftig nicht mehr bis zum nächsten größeren Update gewartet werden, bevor neue Funktionen ihren Weg in den Firefox finden. Vielmehr können diese in Zukunft zusammen mit den häufigeren, kleineren Sicherheits- und Stabilitäts-Updates in den Browser integriert werden. Beltzner sieht darin vor allem Vorteile auf Entwickler- wie auf Anwenderseite. So sollen die Arbeiten an verschiedenen Funktion einander künftig nicht mehr behindern. Jedes Feature wird genau dann ausgeliefert, wenn es fertig ist. Beltzner erhofft sich davon ein besseres Reaktionsvermögen Mozillas auf aktuelle Entwicklungen im Internet.
Um die Nutzer nicht zu verwirren, sollen größere Änderungen, neue Systemkerne und Veränderungen am Aussehen des Firefox auch weiterhin in Form der gewohnten Updates ausgeliefert werden. Ein Opfer hat die neue Politik jedoch erst einmal gefordert: Firefox 3.7 wird es nicht geben. Das Update mit dem Codenamen „Lorentz“ soll stattdessen als kleineres Update für den Firefox 3.6 herauskommen. Downloads zum Artikel
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