Alle großen Browser-Hersteller, mit Ausnahme von Apple, hatten sich Ende Februar zu einer von Yahoo moderierten Diskussionsrunde getroffen.
Dabei stand das Thema „Browserkrieg“ klar im Mittelpunkt.
Microsoft ließ durch seinen Internet-Explorer-Mitarbeiter Chris Wilson deutlich werden, dass der Konzern keinen neuen Browser-Krieg anzetteln wolle. Im Gegenteil: Die Zusammenarbeit der Browser wurde seitens Microsoft betont. Die Hersteller sollten in Zukunft besser zusammenarbeiten, um einheitliche Webstandards zu entwickeln und sie nicht gegenseitig zu zerstören.
Das Mozilla-Team wurde von Mike Shaver vertreten, der sich der Auffassung von Microsoft anschloss und einen Browserkrieg verneinte. Es gehe momentan eher um Marktanteile, die vor allem durch Applikationen gewonnen werden können. Zudem appellierte er daran, sich in Zukunft nicht zu stark auf W3C zu stützen.
(World Wide Web Consortium, das Gremium zur Standardisierung des WWW betreffenden Techniken).
Opera wurde vertreten von dem CTO Håkon Lie. Unter anderem sagte er, dass der Opera vor allem für die Nutzer von Windows 95 von Bedeutung sei, da der IE7 erst ab Windows XP läuft. Außerdem machte er sich über den IE7 lustig indem er den Acid-2-Test am IE7 vorführte und ihn dann mit dem neun Jahre altem (und Acid-2-tauglichen) Opera 3.6 verglich.
Seine Ansichten über den Wii waren die, dass Webseiten vernünftiger dargestellt werden und daher mehr Nutzer zu erwarten wären.
Apple sagte seine Teilnahme ab – mit der Begründung, dass die zuständigen Personen zu sehr damit beschäftigt seien, Software zu programmieren.